Prüfungstipps: So bestehst du die AEVO-Prüfung
Lernplan, Themenprioritäten, häufige Fehler und was du am Prüfungstag beachten musst — damit du die Ausbildereignungsprüfung beim ersten Versuch bestehst.
Empfohlener Lernplan (6–8 Wochen)
Die AEVO-Prüfung ist gut zu schaffen — mit einer Bestehensquote von ca. 93% im schriftlichen Teil. Plane 6–8 Wochen Lernzeit ein, wenn du nebenbei vorbereitest. Fokussiere besonders auf die rechtlichen Grundlagen und die Durchführung der Ausbildung.
- BBiG: Rechte & Pflichten
- JArbSchG: Arbeitszeiten, Urlaub
- AEVO-Verordnung
- Eignungsvoraussetzungen
- Ausbildungsplan erstellen
- Ausbildungsvertrag
- 4-Stufen-Methode
- Ausbildungsmethoden
- Lernortgestaltung
- Lerntheorien
- Motivation & Lernstörungen
- Lerntypen
- Kommunikationsmodelle
- Beurteilungsfehler
- Feedback geben
- Abschlussprüfung vorbereiten
- Zeugnis & Kündigung
- Prüfungsausschuss §40 BBiG
- Handlungsorientierte Aufgaben üben
- Schwachstellen identifizieren
- Praktischen Teil vorbereiten
Themenprioritäten: Worauf konzentrieren?
Priorität 1: Rechtliche Grundlagen (Kapitel 5)
BBiG, AEVO, JArbSchG und ArbSchG sind die Basis für viele Prüfungsfragen. Besonders: Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis, Vergütung, Urlaub, Arbeitszeiten Jugendlicher.
Priorität 2: Ausbildung durchführen (Kapitel 3)
Die 4-Stufen-Methode der Unterweisung und handlungsorientierte Ausbildungsmethoden sind zentral — auch für den praktischen Teil. Lernziele formulieren, Motivation fördern, Lernstörungen erkennen.
Priorität 3: Lernpsychologie & Kommunikation (Kapitel 6 & 7)
Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus), Kommunikationsmodell Schulz von Thun, Konfliktlösungsstrategien und Beurteilungsfehler (Halo-Effekt etc.) werden regelmäßig abgefragt.
Häufige Fehler in der AEVO-Prüfung
- JArbSchG-Regeln mit allgemeinem Arbeitsrecht verwechselt — Jugendliche haben spezifische Sonderrechte (Urlaub, Arbeitszeiten, Ruhepausen)
- 4-Stufen-Methode falsch angewendet oder Reihenfolge verwechselt (Vorbereiten → Vormachen → Nachmachen → Üben lassen)
- BBiG-Paragraphen durcheinandergebracht — §17 (Vergütung), §20 (Probezeit), §22 (Kündigung) sollten sitzen
- Lerntheorien nicht klar voneinander abgegrenzt — Behaviorismus vs. Kognitivismus vs. Konstruktivismus verwechselt
- Beurteilungsfehler nur auswendig gelernt, aber nicht auf Fallbeispiele angewendet
- Praktischen Prüfungsteil vernachlässigt — nur Quiz üben reicht nicht, Unterweisungsproben sind Pflicht
Tipps für den schriftlichen Prüfungsteil
Der schriftliche Teil dauert 3,5 Stunden — das ist großzügig. Nutze die Zeit für strukturierte Antworten:
- Aufgaben genau lesen: Handlungsorientierte Aufgaben verlangen konkrete, praxisnahe Antworten — keine theoretischen Definitionen
- Gesetze zitieren: Nenne konkrete Paragraphen (§17 BBiG, §20 JArbSchG etc.) für mehr Punkte
- Strukturiert antworten: Verwende Stichpunkte und kurze Sätze — keine Romane schreiben
- Zeitmanagement: Ca. 50 Minuten pro Aufgabe — bleib nicht zu lang bei einer Aufgabe hängen
- Alle Fragen beantworten: Für jede Teilaufgabe etwas schreiben — Punkte gibt es nur, wenn etwas steht
Tipps für den praktischen Prüfungsteil
Der praktische Teil ist anspruchsvoller als der schriftliche. Mit gezielter Vorbereitung ist er gut zu meistern:
- Ausbildungssituation wählen: Wähle eine dir vertraute Situation aus deinem Berufsfeld — du wirst 15 Minuten darin unterweisen
- 4-Stufen-Methode anwenden: Zeige bewusst alle vier Stufen — das ist das wichtigste Bewertungskriterium
- Lernziel formulieren: Benenne zu Beginn das Lernziel deiner Unterweisung
- Lernenden einbeziehen: Stelle Fragen, lass den "Auszubildenden" aktiv mitmachen
- Im Fachgespräch ruhig bleiben: Bei unbekannten Fragen strukturiert denken und laut verbalisieren
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